$Page PitchLoop89 AlbumCover.png *Willkommen zu PitchLoop89* PitchLoop89 ist ein Pitch-Shifter, der vom Publison DHM 89 inspiriert ist und in Zusammenarbeit mit Robert Henke erschaffen wurde. Experimentieren Sie mit schwankenden Glitch-Effekten, schimmernden Digital-Delays und sonderbaren Vibrato-Effekten im Studio und auf der Bühne. Der Effekt besteht aus zwei unabhängigen Pitch-Shifter-Delays. Die Tonhöhenänderung des Pitch-Shifters wird durch Einsatz des digitalen Pendants einer Bandschleife mit einem Aufnahmekopf und zwei beweglichen Wiedergabeköpfen erreicht. Es wird immer nur ein kleiner Zeitabschnitt abgespielt, dann springt das Delay wieder zurück zum Anfang des Segments. Die Position und Bewegung der virtuellen Wiedergabeköpfe bestimmt den Klangcharakter des Pitch-Shifters und auch des Delays insgesamt. Die Implementierung dieses Grundkonzepts in PitchLoop89 wird um viele zusätzliche Parameter erweitert, wodurch der Effekt zu einem vielseitigen Werkzeug für Sounddesign und Live-Aufführungen wird. $Page Global_Functions *Globale Funktionen* pl-global.png Beide Pitch-Shifter-Einheiten können unabhängig voneinander arbeiten oder durch Aktivierung des *Link* Parameters in Kombination als Stereoeffekt. Ein globaler *Bandwidth* Regler legt die Samplerate für die Aufnahme und Wiedergabe fest. Diese beeinflusst gleichzeitig die maximale Delay-Länge, die aktuellen Werte der Playback-Parameter und die obere Grenzfrequenz der Signalbearbeitung (20kHz, 10kHz, 5kHz). In der 20kHz-Einstellung liegt die Länge eines nicht tonhöhenveränderten Delays bei zwei Sekunden pro Kanal. Historische ist die relativ kurze Länge dieses Parameters in der RAM-Beschränkung der Hardware begründet. Das RAM wäre heutzutage natürlich kein Problem mehr. Da jedoch das Umschalten der Samplingrate zu interessanten Klangeffekten führt, wurde die Funktion entsprechend der Original-Hardware umgesetzt. Der Inhalt jeden Kanals kann mit dem *Hold* Parameter 'eingefroren' werden. In diesem Modus ist ein Loop (mit Crossfades) hörbar, der über die Parameter *Position* und *Segment* eingestellt werden kann. In beiden Modi, also normal und eingefroren, kann das Segment mit dem *Back* Schalter auch rückwärts abgespielt werden. Um die Arbeit mit kürzeren rhythmischen Delays zu vereinfachen, ist eine gesonderte *Short* Funktion vorhanden. Genau wie die originale Hardware ermöglicht auch PitchLoop89 'signalabhängige Crossfades' zwischen Segmenten. Hierfür muss *Xing* aktiviert sein. In diesem Modus findet der Effekt den bestmöglichen Übergangspunkt für das gepitchte Signal. Normalerweise ist der Fade zwischen Segmenten recht kurz, für bestimmtes Material ist jedoch ein längerer Fade wünschenswert, der sich mit *Fade* aktivieren lässt. $Page Pitch_Shifting *Pitch-Shifting* pl-pitchshifting.png Das Pitch-Shifting hat einen Umfang von -24 bis +24 Halbtönen und wird mit dem *Pitch* Parameter eingestellt. *Fine* ermöglicht die Stimmung kontinuierlich in einem Bereich von +/-1 Halbton zu justieren. Das Pitch-Shifting beeinflusst den Klang direkt und ist stark von der Werten für Segment, Xing und Fade abhängig. *Vibrato* lässt sich über einem eigenen LFO hinzufügen, bei dem eine bipolare Sinuswelle oder unipolare Rechteckwelle (nur aufwärts) mit einem Umfang von bis zu 12 Halbtönen gewählt werden kann. Die sich ergebende Tonhöhe wird zusammen mit dem Effekt des Vibrato-LFOs im Nummerndisplay angezeigt. $Page Delays_Position *Delays and Position* pl-delpos.png Der Abstand zwischen dem virtuellen Aufnahmekopf und der Wiedergabeeinheit ist durch den Position-Parameter festgelegt. Da die Pitch-Shifting-Wiedergabe in kleinen Abschnitten erfolgt, bestimmt ein zweiter Parameter *Segment* die Länge jedes Abschnitts. Segmente kurzer Dauer klingen komplett anders als längere und die wahrgenommene Qualität des Pitch-Shiftings hängt größtenteils von dieser Segmentlänge ab. Kurze Einstellungen sind normalerweise eher für das Pitchen rhythmischen Materials nützlich, während lange Werte oft gut bei Strukturen und stationären Klangabschnitten funktionieren. $Page LFO_Display *Position LFO und Display* pl-posmod.png Die Position jedes Abschnitts kann von zwei verschiedenen Quellen moduliert werden: *Random* und *LFO.* Kleine Zufallswerte 'verschmieren' das Signal etwas, was natürlicher klingen kann, während große Werteeinstellungen einen eher granularen Charakter haben. Der LFO bietet eine Vielzahl an Wellenformen an, darunter Move – eine weich verlaufende Zufallsbewegung. Die LFO-Wirkung ist stark von den Einstellungen der anderen Parameter abhängig und es lassen sich jede Menge kurioser Klangeffekte erzielen, von subtil bis drastisch. Wenn *Hold* aktiv ist, funktioniert das Gerät als Loop-Sampler, bei dem Position den Startpunkt bestimmt und Segment die Loop-Länge. LFO und die Modulation von Position können auch für eine Art grobes Time-Stretching oder Wavetable-artige Effekte eingesetzt werden. Wenn Hold inaktiv ist, ist es möglich, das empfangene Audiomaterial vorübergehend zu warpen. Die mittlere Balkengrafik und das Nummernfeld geben die aktuelle Position an, inklusive Modulationen und Korrekturen, was die Wiedergabe ohne Klicks ermöglicht. Wird die Tonhöhe geändert oder Fade verwendet, können Korrekturen, die zu längeren Minimal-Delays führen, recht drastisch sein. Auch sind Schwankungen der Delayzeit wahrnehmbar, wenn Xing aktiviert ist. $Page Filtering_Feedback *Filter und Feedback* pl-filt.png Der Ausgang jedes Delays wird mit zwei Filtern weiterbearbeitet, einem Lowcut-Filter (oder Hochpass) und einem Highcut-Filter (Tiefpass). Diese können sehr wichtig für die Klangformung sein, liegen im Feedback-Weg und werden somit bei auftretendem Feedback rekursiv angewendet. Der *Feedback* Parameter leitet das Ausgangssignal des Pitch-Shifters wieder zurück in den Eingang. Sein Ziel wird durch Auswahl der gewünschten Routing-Option definiert: *L/R* bedeutet, dass jeder Pitch-Shifter zurück in den eigenen Eingang gespeist wird. Hierdurch sind sie komplett unabhängig voneinander. *Sum* mischt beide Feedback-Signale und schickt sie zurück an beide Eingänge. *Cross* routet des Signal vom linken Kanal an den Eingang des rechten Kanals und umgekehrt. Diese Routing-Optionen geben Ihnen die Möglichkeit komplexe Klangkaskaden mit gepitchten Rückkopplungen zu erzeugen. Jeder Pitch-Shifter verfügt über einen eigenen *Output* Regler für die Lautstärke und beide teilen sich einen gemeinsamen Stereo-Parameter. $Page Credits *Geschichtlicher Hintergrund* PitchLoop89 ist zu Teilen vom *DHM 89 B2* Pitch-Shift-Delay inspiriert, das in 1978 von dem französischen Hersteller *Publison* eingeführt wurde. Das Gerät macht einen fantastischen Job, trotz der stark eingeschränkten Hardware – es verfügt noch nicht einmal über eine CPU und alle Funktionen werden von einer Mischung analoger VCAs, logischer Gatter, Counter, Tonnen an TTL-Chips, TL071 OpAmps und analogen 4066 CMOS-Schaltern ausgeführt. Das Gerät war auch mit einer Erweiterung erhältlich, dem *KB 2000,* mit dem das Spielen der Samples auf dem Keyboard möglich wurde, zusammen mit weiteren Funktionen, wie zum Beispiel die Wiedergabe mit Timestretch. Zur damaligen Zeit war dies eine bahnbrechende Neuerung, von der die Komponisten der INA/GRM, wie auch viele andere Pioniere ausgiebig Gebrauch machten. Einige der schönsten Features sind ein Nebenprodukt dieser Technik, wie zum Beispiel die Oktavsprünge beim Umschalten der Samplerate/Speicherzeit. Ich wollte die Essenz dieses Geräts in ein Plug-In übertragen und bekam im Laufe der Umsetzung viele weitere Ideen. Der entstandene MFL-Effekt bietet verschiedene Optionen, die bei der originalen Hardware nicht vorhanden sind. Und natürlich lassen sich mehrere Instanzen einsetzen, ohne dafür gleich das Haus verkaufen zu müssen, um sich mehrere Geräte leisten zu können. Auch erübrigt sich die Sorge, dass etwas kaputt geht und jemanden zu finden, der die Hardware wieder instand setzen kann. Divider.tif *Credits* PitchLoop89 wurde von Robert Henke entwickelt. Das Oberflächendesign stammt von Eric Carl @ Ableton zusammen mit Robert Henke. Besonderer Dank geht an Jonathan Prager, der dafür sorgt, dass meine originale DHM-89-Hardware prima funktioniert :-) Divider.tif Besuchen Sie Roberts Homepage auf: $Link Robert Henke Weitere Packs von Robert finden Sie hier: $Link www.ableton.com/en/packs/by/robert-henke-monolake/ Weitere Packs finden Sie unter: $Link www.ableton.com/packs $Comment Status: Translate $Comment Translation Status: Up-to-date